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erschienen am 28.06.2011 00:00 Uhr
zuletzt bearbeitet 28.06.2011 17:06 Uhr

 
Alles live bei Slusia-Show
Von Jürgen Lautensack und Karin Schlütter
Die Siegerin des Gesangswettbewerbes zur Stadtfestshow von Frauenchor und SCC kam aus der Schweiz und hatte am Ende des Abends doppelten Grund zum Feiern.
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Text: Hunderte Menschen verfolgten am Samstagabend auf dem Schleusinger Markt "S-Faktor - Die Slusia Show". Fotos: frankphoto.de

Schleusingen - Schirme auf, Schirme zu - das gehörte am Samstagabend leider dazu bei "S-Faktor - Die Slusia-Show" von Frauenchor und Karnevalsverein zum diesjährigen Schleusinger Stadtfest. "Aber ist es echt wieder eine sehr schöne gelungene Show, und es ist toll, dass die Leute alle so lange aushalten, trotz des miesen Wetters", sagte Mandy Sommer aus Hildburghausen.

"Life is live" hatten die Moderatorinnen Anja Schneider und Carmen Röllig zu Beginn der Show gesungen, und dieser Satz zog sich wie ein Motto durch den ganzen Abend. Mit spritzigen Zwischentexten führten sie locker durch das Abendprogramm und moderierten sich im Laufe der Show ihre Aufregung quasi selbst weg, zumal sie dann noch eine sagenhafte Assistentin in Gestalt der "Slusia" bekamen.

Insgesamt neun Sängerinnen, Sänger und Bands hatten sich diesmal am Wettbewerb beteiligt und stellten sich dem Publikum auf dem voll besetzten Markt und dem Urteil der Jury.

Vielfalt der Klänge

Vielfältig war die Auswahl an Musikrichtungen und Darbietungen. Entsprechend schwer fiel die Entscheidung den drei Fachleuten und dem Mann aus dem Publikum, der die Meinung der Zuschauer repräsentierte. Und Premieren gab es auch: Konstantin Sterzik aus Hildburghausen zum Beispiel, der mit seiner Rock-Band den allerersten Auftritt überhaupt ausgerechnet auf dem Schleusinger Stadtfest vor zig Hundert Besuchern absolvierte. Gleich als erste mussten sie - mit "Muse" von Citizen Erased - ins Rennen, doch das Urteil der Jury und der Beifall des Publikums zeigten, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Ähnlich ging es Matthes, Jonas und Till aus der Kreisstadt, die mit Cello und E-Gitarre die interessanteste Instrumentenmischung mitbrachten und mit "Ein Kompliment" von den Sportfreunden Stiller gut ankamen. Mit einer Eigenkomposition stellte sich die Band "Great Ocean" aus Westhausen vor und war am Ende auch sehr zufrieden mit dem eigenen Auftritt und dem, was die Jury dazu zu sagen hatte.

Die übrigen Solisten kamen alle aus Schleusingen selbst - bis auf die spätere Siegerin, die zwar hier aufgewachsen ist, aber seit einiger Zeit in der Schweiz lebt. Carolin Hoffmann überzeugte bei ihren Auftritten sowohl Jury als auch das Publikum. Mit beiden Titeln - "A Night like this" von Caro Emerald und "There you'll be" von Faith Hill aus dem Film "Pearl Harbor" konnte sie ihre gut ausgebildete Stimme gekonnt einsetzen.

Ihre jeweils zweite Teilnahme an der Schleusinger Stadtfestshow brachte Isabell Hoffmann, mit "Manchmal kommt die Liebe einfach so" von Helene Fischer ins Finale. Ein Titel, der besser zu ihr passte, als das Finallied "Waterloo" von Abba. Jakob Liebscher trat in beiden Runden mit Gitarre und selbst komponierten Liedern an. Aber auch Stefanie Schuchardt mit "Sie liebt den DJ", Hans Joachim Kroll mit dem Sinatra-Titel "So leb Dein Leben" (My way) bereicherten das Programm.

Manch einer im Publikum hätte Rebecca Siegling im Finale gesehen, die mit zwei Tänzerinnen des SCC einen professionelle Bühnenshow bot und auch im vergangenen Jahr nur um ein Haar den Sieg verpasste. Doch der Abend war nicht der ihre. Sie kam am Sonntagnachmittag mit der "Jugendliebe" und "Waka Waka" von Shakira viel besser an.

Sieg für Carolin

Gewinnerin Carolin strahlte nach der Verkündung des Siegers bis über beide Ohren und freute sich über 300 Euro. "Das Geld werde ich für meine Zukunftspläne sparen", sagte sie, die kaum zwei Stunden nach ihrem Sieg auch noch ihren 21. Geburtstag feiern konnte. Am Mikrofon zu stehen ist für sie auch nichts Neues, nach Chor und Bandgesang in Schleusingen gab es in der Schweiz kürzlich auch Tonaufnahmen im Studio. Carolin hatte mit der Slusia-Show genauso viel Spaß wie alle anderen, "ich fand vor allem die Bands ziemlich cool", sagte sie später. Wer gewinnen würde, ließe sich angesichts der Bandbreite der Darbietungen kaum vorhersagen.

Der Frauenchor selbst mit "Lollypop" und "Danke für die Lieder", der singende Bratwurstbrater des Fußballvereins Peter Brock, eine Salsa-Tanzgruppe von Andreas Hohnbaum und die "Sterne des Orients", Bauchtänzerinnen aus Zella-Mehlis, unterhielten das Publikum in den Jurypausen. Peter Brock, der mit dem "Maffay-Song "Und es war Sommer" alle entschädigte, die am Freitag nicht beim Maffay-Konzert auf dem Erfurter Domplatz waren, hatte am Sonntag noch mal im SCC-Programm mit "Eine weiße Rose" von den Kastelru-
thern sein Talent unter Beweis gestellt.

Viel Arbeit steckte in den Vorbereitungen, die in den Tagen vor dem Stadtfest ihren Höhepunkt erreichten. Aber ein voll besetzter Markt und eine gelungene Show entschädigten dafür.

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Text: Die drei Finalisten. Jacob Liebscher, Isabelle und Carolin Hoffmann. Foto: jrg
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Text: "Rolli" Erdmann, Musiker der legendären "Slusia-Combo", Sybille Zingler, Sängerin der Advance Band Weimar, Chorleiterin Sylvia Groß und Ralf (v.l.n.r.) aus dem Publikum bildeten die Jury und hatten einen schweren Job.
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Text: Matthes, Jonas und Till aus Hildburghausen, die mit Cello, E-Gitarre und Drums die interessanteste Instrumentenmischung mitbrachten.
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Text: Carmen Röllig (l.) und Anja Schneider führten mit Charme und Witz durch das gut zweistündige Programm.
 
 
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